Zbinden Transporte Schwarzsee

LSVA

Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA)
Seit dem 1. Januar 2001 wird in der Schweiz die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe
(LSVA) erhoben. Sie ersetzt die frühere pauschale Schwerverkehrsabgabe. Eine umfassende
Übersicht über die Abgabe vermittelt die Broschüre «Fair und effizient».
Mit dem Systemwechsel zu einer leistungsabhängigen Abgabe wurde insbesondere angestrebt:
· das Wachstum des Strassenschwerverkehrs zu begrenzen
· die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene zu fördern
· die Umwelt zu entlasten.
Die LSVA gilt für schwere Güterfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen
und bemisst sich nach drei Kriterien:
· der Zahl der auf dem Gebiet der Schweiz zurückgelegten Kilometer
· dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeuges
· den Emissionen des Fahrzeuges

Abgabesatz
Bei der Einführung der LSVA wurde der Abgabesatz auf 1,68 Rappen pro Tonnenkilometer
(Rp/tkm) festgelegt. Im Jahr 2005 wurde er auf 2,44 und am 1.1.2008 auf 2,70 Rp/tkm erhöht.
Dieser Abgabesatz berechnet sich nach Massgabe der ungedeckten Kosten des
Strassenschwerverkehrs und der Zahl der gefahrenen Tonnenkilometer (erhoben nach dem
zulässigen Gesamtgewicht der Fahrzeuge).

Einnahmenverwendung
· 1/3 der Nettoeinnahmen gehen an die Kantone
· 2/3 gehen an den Bund

Die Kantone verwenden ihren Anteil vorab zum Ausgleich der von ihnen getragenen
ungedeckten Kosten des Strassenverkehrs. Der Anteil des Bundes wird hauptsächlich zur
Finanzierung folgender Grossprojekte des öffentlichen Verkehrs verwendet:
· Bahn 2000
· Neue Eisenbahn Alpentransversalen (NEAT)
· Anschluss ans europäische Hochgeschwindigkeitsnetz
· Lärmsanierung der Eisenbahnen

Rechtsgrundlagen und Vollzug

Wichtigste Rechtsgrundlagen für den Vollzug sind das Schwerverkehrsabgabegesetz und die
Schwerverkehrsabgabeverordnung. Die verfassungsmässige Grundlage liefert Art. 85 BV. Die
Einführung der LSVA erfolgte ohne nennenswerte Probleme. Der Vollzug funktioniert

Abgabesätze
Information zu den Tarifen ab 01.07.2012

Aktuell angewendete Tarife:

Kategorie

Emissionklasse

Tarif

I

Euro 2, 1 und 0

3.10 Rp./tkm

II

Euro 3

2.69 Rp./tkm

III

Euro 4 und 5

2.28 Rp./tkm

.
Reduzierter Tarif:

III

Euro 6

2.05 Rp./tkm


Reduzierter Tarif bei Fahrzeugen mit einem Partikelfiltersystem, welches
den Partikelgrenzwert Euro 4 (0.02 g/kWh) einhält:

I

Euro 2

2.79 Rp./tkm

II

Euro 3

2.42 Rp./tkm


Voraussetzungen für inländische Fahrzeuge:
Das zuständige Strassenverkehrsamt bestätigt den ordnungsgemässen Einbau des Partikelfiltersystems im Fahrzeugausweis. In der Rubrik Bemerkungen erfolgt der Eintrag mittels
Ziffer 924. Die reduzierte Abgabe wird ab Datum der Änderung des Fahrzeugausweises
gewährt.

Berechnungsbeispiel:

Massgebendes Gewicht

18t

Tarif nach Emission (Euro 5)

2.28 Rp./tkm

Gefahrene Kilometer

100 km

Total

CHF 41.05

Rechnung: 18 x 2.28 x 100 = 4104 Rp. = CHF 41.05


Bundesrat setzt Rabatt und Teuerungsanpassung bei LSVA in Kraft
Bern, 01.06.2012 - Der Bundesrat hat per Mitte Jahr Änderungen bei der
Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) in Kraft gesetzt: Ab 1. Juli
2012 erhalten emissionsarme Lastwagen (Emissionsklasse EURO VI/EURO6) einen
Rabatt von 10 Prozent. Gleichzeitig wird die LSVA wegen der aufgelaufenen
Teuerung um 0,97 Prozent erhöht. Zudem dürfen künftig Lastwagen frühestens
nach sieben Jahren von der günstigsten in die mittlere Abgabekategorie abklassiert
werden, in der sie eine höhere LSVA bezahlen müssen.
Der Bundesrat hat heute die Schwerverkehrsabgabeverordnung (SVAV) angepasst. Damit hat
er den letzten Schritt für die geplanten Änderungen bei der Leistungsabhängigen
Schwerverkehrsabgabe (LSVA) gemacht. Folgende Änderungen treten per 1. Juli 2012 in Kraft:

· Emissionsarme Lastwagen (Emissionsklasse EURO VI/EURO 6) erhalten einen Rabatt
von 10 Prozent auf der LSVA. Der neue Rabatt soll vorerst bis Ende 2014 gelten. Für die
Zeit danach wird der Bundesrat zu gegebener Zeit eine Neubeurteilung vornehmen. Der
Rabatt soll einen Anreiz für eine raschere Flottenerneuerung geben und damit zu einer
weiteren Senkung der Feinstaubbelastung beitragen.

· Die LSVA wird um 0,97 Prozent erhöht. Es handelt sich hierbei um die erste Anpassung
der LSVA an die Teuerung. Ein 40-Tonnen-Lastwagen, der heute im Durchschnitt 287
Franken für eine Strecke von 300 Kilometer bezahlt, wird dadurch mit 2,85 Franken
zusätzlich belastet.

Der Rabatt wird gestützt auf einen Beschluss des Gemischten Ausschusses zum bilateralen
Landverkehrsabkommen mit der EU eingeführt. In diesem Rahmen wurden mit der EU auch die
Kriterien der Teuerungsanpassung erörtet.

Weiter setzt der Bundesrat einen Auftrag um, den ihm das Parlament mit der Überweisung einer
Motion (09.3133) erteilt hat. Neu dürfen Lastwagen, welche die Vorgaben für den tiefsten
Abgabetarif (Abgabekategorie 3) erfüllen, frühestens nach sieben Jahren in die mittlere
Abgabekategorie (Abgabekategorie 2) mit höheren LSVA-Tarifen abklassiert werden. Die
siebenjährige Frist beginnt zum Zeitpunkt, zu dem die jeweilige Emissionsklasse für die
Inverkehrssetzung von neuen Fahrzeugen obligatorisch wird. Dies bedeutet, dass Fahrzeuge
der Emissionsklasse EURO IV/EURO 4 bis mindestens Oktober 2013 und Fahrzeuge der
Emissionsklasse EURO V/EURO 5 bis mindestens Oktober 2016 in der Abgabekategorie 3
verbleiben. Mit der Einführung der Sieben-Jahre-Garantie soll für die Fuhrhalter grösstmögliche
Investitionssicherheit geschaffen werden.


zurück zur Übersicht